Gute Nachrichten aus Deutschland zum Klimaschutz

Aus Deutschland gibt es gute Nachrichten für den Klimaschutz: Die Emissionen von Treibhausgasen lagen im Jahre 2007 21,3 Prozent unter dem Wert von 1990. Damit steuert Deutschland auf eine Erreichung des im Kyoto-Protokoll angestrebten Zieles zu, bis 2012 eine Minderung um durchschnittlich 21 Prozent zu schaffen. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Umweltbundesamtes hervor. Ursachen dafür sind Effizienzsteigerungen insbesondere bei Kraftfahrzeugen, Heizungen und Gebäudeisolierungen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Einsatz von Biosprit. „Besorgniserregend ist dagegen der Anstieg bei der Stromerzeugung“, warnt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vor allzu großer Euphorie. Die Anstrengungen der Bundesregierung im Bereich der erneuerbaren Energien müssen noch intensiviert werden, um den Nachfrageanstieg nach Strom auszugleichen. Auch hohe Preise für Erdgas wirken sich negativ auf die Klimabilanz aus. Sie führen zum Einsatz von mehr Kohle, deren Verbrennung wesentlich mehr CO2 freisetzt als Erdgas.


Die derzeitigen Zahlen belegen einen Erfolg der deutschen Klimapolitik, und sie stimmen optimistisch, dass Deutschland die Vorgaben des 1997 ratifizierten Kyoto-Protokolls erfüllen wird. Demnach soll der Durchschnittsverbrauch von Treibhausgasen in den Jahren 2008 bis 2012 um 21 Prozent unter dem Wert des Jahres 1990 liegen. „Kyoto ist nur ein kleiner Schritt, um wirksam dem Klimawandel entgegentreten zu können, müssen wir mit Riesenschritten weiter gehen“, weist Gabriel auf die noch kommenden Aufgaben hin. Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben auf ihrem Treffen am 11. und 12. Dezember 2008 unterstrichen, dass die EU weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen will beim internationalen Klimaschutz. Sie bekräftigten, dass das EU-Minderungsziel bis 2020 von 20% auf 30% weniger Treibhausgase erhöht werden soll, wenn bei der internationalen Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen ein weltweites Abkommen zum Klimaschutz gelingt, das alle Staaten gemäß ihrer Leistungsfähigkeit einbindet. Langfristig wird bis 2050 eine Reduzierung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen um mindestens 50% für nötig erachtet.

Regenwald im Amazonas ist in Gefahr Bild vergrößern Regenwald im Amazonas ist in Gefahr (© picture alliance / dpa)

Der Rückgang der klimaschädlichen Emissionen im letzten Jahr in Deutschland ist wesentlich auf den milden Winter 2007 und die hohen Ölpreise zurückzuführen. Experten rechnen im laufenden Jahr mit einem leichten Anstieg der Emissionen. Dennoch sind sie zuversichtlich, dass sie sich bei einem Wert, der 21 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegt, stabilisieren werden.